Schwimmen lernen: der Leitfaden für Eltern
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KI-BildKraul ist schneller und rückenschonender als Brust – aber nicht für jeden Einstieg geeignet. Was Kinder vorher können sollten.
Kraulen sieht schnell und elegant aus – kein Wunder, dass viele Kinder es ausprobieren wollen, sobald sie die ersten Bahnen geschafft haben. Ob das sinnvoll ist, hängt vom Ausgangsniveau ab.
Unsere Tipps zeigen euch, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist und wie der Einstieg gelingt, ohne dass euer Kind die Freude verliert.
Kraulen verlangt zwei Dinge, die beim Brustschwimmen nicht nötig sind: eine stabile Wasserlage über längere Zeit und eine Atmung zur Seite, bei der das Gesicht die meiste Zeit im Wasser bleibt. Ein Kind sollte deshalb sicher gleiten, entspannt ausatmen und mindestens fünfundzwanzig Meter ohne Pause schwimmen können, bevor es mit Kraul beginnt.
Zu früh angefangen, führt Kraulen fast immer zu Frust: Das Kind bekommt keine Luft, hebt den Kopf nach vorn statt zur Seite und verliert die Wasserlage. Deshalb setzen wir Kraul-Elemente meist erst ab dem Seeräuber-Niveau ein.
Kraulschwimmen ist die effizienteste Schwimmart: Bei gleicher Anstrengung kommt ein Kind deutlich weiter als beim Brustschwimmen. Für Ausdauerstrecken – etwa die vierhundert Meter beim Silber-Abzeichen – ist das ein echter Vorteil. Außerdem entlastet Kraulen den Nacken, weil der Kopf nicht dauerhaft gehoben wird.
Auch im Notfall zählt Geschwindigkeit: Wer eine Strecke schnell zurücklegen kann, hat im offenen Wasser mehr Reserven.
Der schwierigste Teil ist fast immer die Atmung. Hier hilft die Vorstellung, mit einem Ohr im Wasser zu bleiben und nur den Mund aus dem Wasser zu drehen – nicht den ganzen Kopf zu heben.
Der häufigste Fehler ist ein Beinschlag aus dem Knie statt aus der Hüfte – das bremst, statt anzutreiben. Ebenfalls verbreitet: Der Kopf wird zum Luftholen nach vorn gehoben, wodurch die Beine absacken. Und viele Kinder ziehen den Arm zu weit über die Mittellinie, sodass der Körper ins Schlingern gerät.
Alle drei Fehler lassen sich mit gezielten Übungen korrigieren, brauchen aber Wiederholung. Wichtig ist, dass Kraulen nicht als Prüfungsdisziplin eingeführt wird, sondern als etwas, das Spaß macht.
Unser Schwerpunkt liegt auf sicherem Brust- und Rückenschwimmen, weil das die Grundlage für alle Abzeichen bis Silber ist. Kraul-Elemente bauen wir spielerisch ein, sobald eine Gruppe so weit ist – etwa als Staffelspiel oder Technikeinheit im Bronze Kurs. Wer gezielt Kraulen lernen möchte, ist im Einzeltraining gut aufgehoben, weil sich dort ganz auf die Technik konzentrieren lässt.
Zuletzt aktualisiert am 2026-08-12 · Zurück zum Ratgeber
Kraulen bauen wir spielerisch ein, sobald die Grundlagen sitzen. Fragt uns, ob euer Kind schon so weit ist – wir schauen es uns in einer Einheit an.
Kursplatz anfragenWeniger das Alter zählt als das Können: sicher gleiten, entspannt ausatmen und mindestens 25 Meter am Stück schwimmen. Das ist meist ab sieben bis acht Jahren der Fall.
Die Armbewegung ja, die Atmung nein. Deshalb ist Brust in Deutschland der übliche Einstieg – Kraul folgt, wenn die Wasserlage sitzt.
Sie hilft sehr, weil die Augen dauerhaft im Wasser sind und die Orientierung leichter fällt. Verzichtbar ist sie, aber die meisten Kinder lernen mit deutlich entspannter.
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